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08. Mai bis 08. Juni 2014

Anek Arntz

Landschafts-Räume

 

Besichtigung: Di - So 13:30 - 16:30 Uhr
Eintritt frei
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In der Mönchskirche Salzwedel werden im Rahmen der Ausstellung Anek Arntz Landschafts-Räume vom 8. Mai bis 8. Juni rund zwanzig Gemälde des freischaffenden Künstlers Anek Arntz gezeigt.

 

Der 1961 geborene Westfale schloss das Hochschulstudium der Freien Kunst an der Kunstakademie Münster mit dem Meisterbrief ab und lebt seit 2011 in der Altmark.

 

Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl an Werken, von den Anfängen an der Akademie bis hin zu gerade erst vollendeten Bildern. In dieser langen Zeit sind ausschließlich Gemälde auf Holzträgern entstanden, die sich formal in zwei Phasen einteilen lassen.

 

Bis in das Jahr 2003 fertigt Anek Arntz seine Bilder in grober Mischtechnik an. Als Material dienen ihm unter anderem Reste aus der industriellen Produktion. Es sind Stoffe, die als Abfall entsorgt wurden und in ihrer Beschaffenheit nicht ohne weiteres der Natur wieder zuzuführen sind.

 

Lacke aus Kunstharz und auf Wasserbasis, Metallspäne, Farbstäube oder Zement nimmt der Künstler für sich als Farben und trägt sie in Schichten auf die Holztafel auf. Während des Entstehungsprozesses werden mit dem Spachtel oder Messer einzelne Segmente wieder abgetragen, sodass die Bildoberfläche eine vielschichtige Textur erhält. Bedingt durch die Materialwahl sind die Bilder in zurückgenommener Farbigkeit gehalten. Es dominieren Sand- und Rosttöne. Die Formensprache dieser frühen Arbeiten ist auf der Schwelle zwischen abstrakt und figurativ. Die meisten Bilder zeigen weitläufige, nicht weiter ausformulierte Landschaften, vor deren Hintergrund sich das Geschehen, zusammengesetzt aus Formen und Gestalten, abspielt.

 

Seit 2004 hat sich die Technik der Bilder grundsätzlich gewandelt. Statt künstlicher Produkte nutzt Anek Arntz das Material, welches ihm die Natur zur Verfügung stellt. Aus Birkenrinde von abgestorbenen Bäumen schneidet er kleine, rechteckige Plättchen zurecht, die er nahtlos mit Bienenwachs auf den Holzträger klebt. In dieser Weise entstehen Mosaike, die nicht zuletzt durch das ungewohnte Farbspektrum bestechend wirken. Die großen Tafelbilder zeigen zumeist Landschaftsräume, in denen figurative Elemente hervortreten.

 

In der Ausstellung stehen eben diese so konträr wirkenden Werke der unterschiedlichen Schaffensperioden einander gegenüber und in ihrem Dialog wird erkennbar, dass sie verbindend in abendländischer Bildtradition stehen.

 

Kuratiert von Antonia Güthoff.

 

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